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Unsere Finanztipps für das neue Semester

Unsere Finanztipps für das neue Semester

Finanztipps für das neue Semester in 2020
Finanztipps für das neue Semester in 2020

© Hoxton/Justin Pumfrey via Getty Images

Infos zum Blogpost

Veröffentlicht am: 26.07.2020 um 11:59 Uhr Von: Edin Topcagic
Kategorie: Private Krankenversicherung - Studenten

Die Studentische Krankenversicherung

 

Ohne Krankenversicherung kein Studium: Wer sich an einer Uni einschreiben möchte, braucht einen Nachweis über eine gültige Krankenversicherung. Die meisten Studenten sind in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung ihrer Eltern mitversichert. Sie ist die beste Lösung für Studenten. Bis 25 zahlst Du dort als Student nämlich keine eigenen Beiträge. Verdienst Du jedoch im Nebenjob mehr als 455 € (450 € für Minijobber), fällt die Familienversicherung weg. Dasselbe gilt, wenn Du älter als 25 bist.

 

Entfällt die Familienversicherung, zahlst Du Deine eigenen Beiträge in der Krankenversicherung. Spätestens jetzt stellt sich die Frage, wie Du Dich weiter versichern sollst. Denn Du hast nun die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Für diese Entscheidung hast Du ab Deinem Geburtstag zwei Wochen Zeit. Beide bieten einen günstigeren Studententarif an. Die private Krankenversicherung bietet jedoch oft Leistungen, die es in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht gibt. Ein weiterer Vorteil ist die längere Versicherungszeit im Studententarif. Während die gesetzliche Krankenversicherung Dich bis 30 versichert, bist Du in der privaten Krankenversicherung der SIGNAL IDUNA bis zum 39. Geburtstag als Student versichert. Das bedeutet für Dich länger niedrige Beiträge.

 

Bist Du vor dem Studium nicht über die Familienversicherung Deiner Eltern mitversichert, hast Du andere Möglichkeiten. Entweder Du versicherst Dich selbst in der gesetzlichen Krankenversicherung. Hier zahlst Du den regulären Beitrag im Studententarif. Oder Du versicherst Dich direkt privat. Auch hier gibt es einen Studententarif. In beiden Fällen hast Du ab Immatrikulation drei Monate Zeit, um Dich für eine Versicherung zu entscheiden.

 

Deine Entscheidung begleitet Dich Dein gesamtes Studium. Ein Wechsel von gesetzlich zu privat ist bis zum Ende des Studiums nicht mehr möglich. Überlege Dir deshalb gut, ob Du Dich gesetzlich oder privat versichern möchtest. Bist Du jedoch im Studium gesetzlich versichert und wirst 30, besteht hier noch einmal die Möglichkeit zum Wechsel. Ansonsten fällt nun in der gesetzlichen Krankenversicherung der Studententarif weg. Damit zahlst Du den vollen Mitgliedsbeitrag.

 

 

Haftpflicht und Haftpflichtversicherung in der WG

 

Vor allem in großen Städten ist eine WG oft die günstige Alternative. Viele Studenten bevorzugen sie deshalb, um Geld zu sparen. Doch wer haftet für die Zahlung der Miete? Und wer kommt am Ende für Mietschäden auf? Der Mietvertrag gibt es vor.

 

 

Haftung: Miete

 

Unterschreiben alle WG-Bewohnter den Mietvertrag, haftet jeder für die volle Miete. Im Ernstfall bedeutet das: Zahlen alle bis auf einen aus der WG keine Miete, kann der Vermieter von diesem einen auch die volle Miete verlangen. Auch eine Kündigung des Mietvertrags ist bei dieser Variante nur zusammen möglich. Diese Konstellation bietet sich an, wenn ihr von einer dauerhaften WG ausgeht. Da alle den Mietvertrag unterschreiben, sind alle gleichermaßen Mieter der Wohnung. Es gibt keinen Hauptmieter, der seine Untermieter ohne berechtigten Grund rauswerfen kann. Jedoch ist hier das finanzielle Risiko für alle Beteiligten groß.

 

Unterschreibst nur Du den WG-Mietvertrag, haftest auch nur Du. Das heißt, Du kümmerst Dich um die Zahlung der Kaution und Miete. Alle anderen Bewohner sind Untermieter. Außerdem bestimmst Du neben dem Vermieter, wer bei euch in die WG einziehen darf. Kann jemand aus Deiner WG die Miete gerade nicht zahlen, musst Du sie notfalls vorstrecken. In dieser Variante hast Du das alleinige Kündigungsrecht für den Mietvertrag. Sie lohnt sich besonders, wenn Du als Hauptmieter später die Wohnung für Dich alleine nutzen möchtest. Oder wenn Du als Untermieter nur für einen überschaubaren Zeitraum eine Wohnung suchst.

 

Alternativ schließt jeder einen eigenen Mietvertrag mit dem Vermieter ab. Ihr wohnt dann zwar zusammen in einer WG, seid jedoch vertraglich unabhängig voneinander deren Mieter. Möchtest Du den Mietvertrag wieder kündigen, brauchst Du keine Rücksicht auf Deine Mitbewohner zu nehmen. Dann haftest auch nur Du alleine für Deine Miete. Diese rechnest Du mit dem Vermieter direkt ab. Der Nachteil: Der Vermieter alleine bestimmt, wer in eure WG einzieht. Diese Konstellation ist am flexibelsten. Allerdings musst Du Dich mit den Bewohnern arrangieren, die Dein Vermieter aussucht. Auch diese Variante bietet sich eher für einen überschaubaren Zeitraum und nicht als dauerhafte Wohnlösung an.

 

 

Haftpflichtversicherung: Mietschäden

 

Habt ihr alle zusammen den Mietvertrag unterschrieben, hat das keine Bedeutung für die Haftung bei Mietschäden. Ansonsten würdet ihr alle zusammen haften, wenn ein einzelnes WG-Mitglied sein Zimmer zerstört. Deshalb haftet in einer WG nur der Bewohner, der den Mietschaden auch verursacht hat.

 

Bist Du jedoch Hauptmieter und unterschreibst den Mietvertrag alleine, haftest auch nur Du alleine. Dann ist es egal, welcher WG-Bewohner den Schaden verursacht hat. Mit etwas Glück einigen Du und der Verursacher sich darauf, dass er den von sich verursachten Schaden bezahlt. Vor dem Vermieter haftest jedoch Du als Hauptmieter. Bist Du andersherum nur Untermieter, haftest Du prinzipiell auch nicht für durch Dich verursachte Mietschäden.

 

Hat jeder einen eigenen Mietvertrag mit dem Vermieter geschlossen, haftet jeder selbst für seine Mietschäden. Dabei ist es egal, ob diese in seinem eigenen Zimmer oder in gemeinschaftlich genutzten Räumen entstanden sind.

 

Unabhängig von dem Vertragsmodell Deiner WG lohnt sich die private Haftpflichtversicherung der SIGNAL IDUNA. Sie kommt nicht nur für Mietschäden auf, sondern auch für alle anderen Haftpflichtschäden außerhalb Deiner vier Wände. Zum Beispiel, wenn Du auf dem Weg zur Uni mit dem Fahrrad einen Kratzer in ein fremdes Auto fährst. Oder wenn Dir in der Uni der teure Laptop eines Kommilitonen herunterfällt.

 

 

Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten

 

Auch das Studium gilt in der Berufsunfähigkeitsversicherung als Beruf, in dem man berufsunfähig werden kann. Kommst Du aufgrund längerer Krankheit Deinem Studium nicht nach, giltst Du als berufsunfähig. In solchen Fällen und auch bei bleibenden Gesundheitsschäden unterstützt Dich Deine Berufsunfähigkeitsversicherung. Dann zahlt sie Dir unter anderem eine Rente oder auch andere vereinbarte Leistungen aus.

 

Wirst Du kurz nach dem Einstieg ins Berufsleben berufsunfähig, hast Du in der Regel noch keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. Diese bekommst Du erst bei einer Mindestversicherungszeit von fünf Jahren. Das heißt, Du musst schon fünf Jahre gearbeitet haben. Auch hier lohnt sich die Berufsunfähigkeitsversicherung, um den Wegfall des Einkommens auszugleichen.

 

Als Student ist die Berufsunfähigkeitsversicherung zudem besonders günstig. Dein Alter, Deine Gesundheit und Dein Beruf als Student wirken sich positiv auf Deinen Beitrag aus. Schließt Du sie noch als Student ab, nimmst Du diese Vorteile bei der SIGNAL IDUNA Berufsunfähigkeitsversicherung auch ins spätere Arbeitsleben mit.

 

 

Die Finanzierung: Eltern, Stipendium oder Nebenjob?

 

Wohnung, Lebensmittel, Bücher, Semesterbeiträge und ein neuer Laptop: Studieren kostet viel Geld. In erster Linie sind Deine Eltern dazu verpflichtet, Dich finanziell zu unterstützen. Wie viel sie Dir zahlen müssen, hängt unter anderem von ihrem Nettoeinkommen ab. Diesen Unterhalt darfst Du von Deinen Eltern auch rechtlich einfordern, wenn sie ihrer Verpflichtung nicht nachkommen.

 

Als Kind hast Du im Gegenzug ebenfalls Verpflichtungen. Die Regelstudienzeit solltest Du nicht erheblich überschreiten. Außerdem solltest Du ernsthaft studieren und nicht ständig den Studiengang wechseln. Auch solltest Du Deine Eltern über den aktuellen Stand Deines Studiums regelmäßig in Kenntnis setzen.

 

Können Dich Deine Eltern nicht unterstützen, gibt es staatliche Förderungen wie BAföG oder Stipendien. Auch ein Studienkredit bietet mitunter günstige Konditionen für Studenten. Achte bei BAföG darauf, dass es einige Voraussetzungen für dessen Erhalt gibt. Außerdem zahlst Du in der Regel fünf Jahre nach dem Studium die Hälfte der geleisteten Zahlungen zurück. Während Deines Studiums weist Du zudem regelmäßig Deine Studienleistungen nach, um weiterhin BAföG zu erhalten. Hast Du noch einen Nebenjob, wird Dein BAföG-Anspruch hiervon entsprechend abgezogen. Ein großer Vorteil ist jedoch, dass Du BAföG auch noch während des laufenden Studiums beantragen kannst.

 

Hast Du keinen Anspruch auf BAföG, darfst Du auch schon während des Studiums nebenher arbeiten. Dein Gehalt ist dann steuerfrei, wenn Du unter 994 € brutto monatlich verdienst. Auch Minijobs mit bis zu 450 € im Monat sind steuerfrei. Beachte aber, dass Du als Student nur maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten darfst. Bis dahin giltst Du als versicherungsfrei und zahlst lediglich allgemeine Rentenversicherungsbeiträge.

 

Arbeitest Du mehr als 20 Stunden pro Woche, bist Du versicherungspflichtig. Dann fallen eigene Beiträge in der Krankenversicherung an. Warst Du bisher in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung, entfällt diese nun. Dasselbe gilt, wenn Du monatlich über 455 € (450 € für Minijobber) verdienst.

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