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Neue Business-Begriffe aus der Geschäftswelt einfach erklärt

Neue Business-Begriffe aus der Geschäftswelt einfach erklärt

Business Begriffe einfach und verständlich erklärt
Business Begriffe einfach und verständlich erklärt
Infos zum Blogpost

Veröffentlicht am: 13.07.2020 um 10:19 Uhr Von: Edin Topcagic
Kategorie: Allgemein

Immer wieder erscheinen neue Konzepte und Begriffe in der Geschäftswelt. Nicht immer erschließt sich ihre Bedeutung gleich aus dem Namen. Oft handelt es sich um kryptische Abkürzungen oder englische Bezeichnungen.

 

 

Chief Digital Officer (CDO)

 

Es handelt sich um die verantwortliche Person für die digitale Transformation des Unternehmens. Der Chief Digital Officer nimmt dabei eine hohe Führungsposition im Unternehmen ein. Er plant und entwickelt eine Digitalisierungsstrategie. Dazu integriert er neue Produkte und Services in das Geschäftsmodell. Ziel ist die zunehmende Digitalisierung des Unternehmens als Anpassung an den Markt.

 

 

Coworking Space

 

Coworking Spaces („Räume für Zusammenarbeit“) sind eine Art mietbares Großraumbüro. Allerdings arbeiten hier nicht die Mitarbeiter eines Unternehmens zusammen, sondern Startups oder Einzelpersonen aus unterschiedlichen Branchen.

 

Diese Coworking Spaces sind zeitlich begrenzt nutzbar. Kündigungsfristen sind oft kurz und bieten damit Flexibilität. Coworking Spaces ermöglichen den Austausch von Anregungen zwischen verschiedenen Branchen. Und sie bieten ein Büro-ähnliches Setting für solche, die noch keinen eigenen Arbeitsplatz haben.

 

 

Customer Journey

 

Dieser englische Marketing-Begriff bedeutet übersetzt in etwa „Kunden-Weg“. Sie beschreibt den Weg, den ein Kunde zum Beispiel bis zum Kauf eines Produkts zurücklegt. Analysiert werden sowohl direkte Kontaktpunkte zwischen Kunde und Anbieter als auch äußere Einflüsse. Ziel ist die Optimierung der Kontaktpunkte. Der Kunde soll noch effizienter zu einer Handlung bewegt werden.

 

Unterteilt wird die Customer Journey in 5 Phasen. Dabei wird der Kunde zunächst auf das Produkt aufmerksam gemacht (1). Anschließend wird sein Interesse geweckt (2). Denkt er nun über den Kauf nach (3), wird seine Kaufabsicht konkretisiert (4). Dann schließt er den Kauf ab (5). Neben dem Kauf eines Produkts können auch Anfragen oder Anmeldungen Ziel der Customer Journey sein.

 

 

Design Thinking

 

Das „Design-Denken“ stellt eine kundenortientierte Methode zur Entwicklung von Ideen und Lösung von Problemen dar. Ziel sind für den Kunden wirtschaftliche, praktische und erwünschte Lösungen zu bestehenden Problemen. Hierfür sollen unterschiedliche Disziplinen zusammen an kreativen Ideen arbeiten.

 

Die Phasen des Design-Thinking-Prozesses sind Verstehen, Beobachten, Definieren des Standpunkts, Ideenfindung, Entwicklung des Prototyps und dessen Testung. Die einzelnen Phasen werden nicht nacheinander durchlaufen, sondern in Abhängigkeit voneinander umgesetzt. Wichtig ist, dass ausschließlich der Nutzen für den Kunden im Vordergrund steht.

 

 

FinTech

 

Es handelt sich um eine Kombination der Begriffe: „Finance“ (Finanz-) und „Technology“ (Technologie). FinTech beschreibt einen Ansatz zur Optimierung verschiedenster Prozesse des Finanzsektors. Das betrifft vor allem den Banken- und Versicherungssektor (InsurTech).

 

In diesen und anderen Bereichen werden Finanzdienstleistungen digitalisiert. Prozesse wie Zahlungen, Geldanlagen, Vorsorge, Finanzierungen und Beratungen erfolgen so überwiegend bis ausschließlich digital. Das erspart Kunden und Dienstleistern lange Wege. Gleichzeitig ermöglicht es kostenlose Dienste. Zudem fördert es sofortige Interaktionen zwischen Kunde und Dienstleister.

 

 

InsurTech

 

Auch hier handelt es sich um eine Kombination aus zwei Begriffen: „Insurance“ (Versicherung) und „Technology“ (Technologie). Zusammen beschreiben sie innovative Versicherungstechnologien auf dem digitalen Versicherungsmarkt. Mit InsurTech laufen Prozesse effizienter ab als auf dem herkömmlichen Weg. Kunden ermöglichen sie zum Beispiel schnelle Vertragsabschlüsse und Service-Leistungen. Maklern erleichtern sie mit automatisierter Organisation die Arbeit.

 

 

Kanban

 

Dieser japanische Begriff steht für „Signalkarte“. Es handelt sich um eine Technik der Softwareentwicklung, die auf einen effizienteren Arbeitsablauf abzielt. Kanban umspannt mehrere Stufen von Grundprinzipien und Kernpraktiken. Außerdem definiert es Flight Level, die dem jeweiligen Unternehmen einen Ansatzpunkt für seine Methoden bieten. Das Prinzip besteht darin, nur bei Vorliegen eines Kanban zu produzieren.

 

Kanban orientiert sich an dem Bedarf des Kunden an einem Produkt. Produkte werden nur dann nachgeliefert, wenn auch welche verkauft wurden. So reduziert sich der Aufwand des Unternehmens auf das Nötige. Dafür werden Kauf und Nachproduktion mithilfe von Signalkarten elektronisch oder physisch dokumentiert. Die Informationen gehen dann an alle Produktionsstufen gleichzeitig. Somit wird der Lagerbestand minimiert und schnellere Produktionszeiten ermöglicht.

 

 

KMU

 

KMU ist die Abkürzung für „kleine und mittlere Unternehmen“. Das sind Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern. Sie liegen unter einem Jahresumsatz von 50 Millionen Euro. Oder aber unter einer Bilanzsumme von 43 Millionen Euro. KMU sind zudem weder Partner anderer Unternehmen, noch sind sie mit solchen verbunden. Sie sind zu maximal 25 Prozent Anteilgeber oder Anteilseigner.

 

KMU unterteilen sich noch einmal in drei Sparten. Kleinstunternehmen haben demnach bis zu 9 Beschäftigte und einen jährlichen Umsatz von bis zu 2 Millionen Euro. Bei kleinen Unternehmen sind es bereits bis 49 Beschäftigte und 10 Millionen Euro Jahresumsatz. Mittlere Unternehmen bringen es auf bis zu 249 Beschäftigte und 50 Millionen Euro Umsatz.

 

 

Legacy System

 

Das Legacy („Alt-“, „Erbe“) System ist das noch immer aktive Altsystem einer Anwendung in der Unternehmenssoftware. Das Altsystem ist die jetzt veraltete Version einer Firmen- oder Verwaltungssoftware. Es bedarf meist dringend einer Anpassung an den modernen Markt. Der Systemwechsel vom alten auf das neue, effizientere System ist allerdings häufig aufwändig. Wird er nicht durchgeführt, hindert das Legacy System das Unternehmen jedoch an seinem digitalen Fortschritt.

 

 

Microservices

 

Dieser Begriff beschreibt ein Modell der Informationstechnik. Er bedeutet das Modularisieren von Software. Große Projekte werden dabei in kleinste Teile (Microservices) zerlegt. So kann jeder Microservice unabhängig voneinander bearbeitet und erweitert werden. Das ermöglicht die schnelle und flexible Bearbeitung einzelner Services eines Produkts.

 

 

Minimum Viable Product (MVP)

 

Das „minimal überlebensfähige Produkt“ stellt die erste funktionsfähige Version eines Produkts dar. Es deckt bereits den Bedarf von Kunden und Markt und generiert erstes Feedback. Das Unternehmen stattet das MVP nur mit den nötigsten Funktionen aus. Ziel ist es, möglichst früh im Entstehungsprozess Kunden auf das Produkt aufmerksam zu machen und Bewertungen zu sammeln. Mit diesem Feedback wird das MVP Schritt für Schritt verbessert und erweitert.

 

Das Unternehmen schützt sich so vor dem finanziellen Risiko eines Fehlschlags. Anstatt das Produkt erstmals schon im vollwertigen Zustand zu veröffentlichen, bieten die aus dem MVP generierten Bewertungen die Chance zur flexiblen Anpassung an den Markt.

 

 

Pre-Seed Program

 

In der Pre-Seed-Phase („Vorgründungsphase“) eines Unternehmens definiert es seine langfristigen Ziele. Gleichzeitig etabliert es sich langsam auf dem Markt. Hierfür definiert das Pre-Seed-Program wichtige Grundlagen. Es gibt dem Unternehmen die einzelnen Schritte für die Gründungsphase vor und unterstützt bei deren Umsetzung. Zum Beispiel durch finanzielle Leistungen, Schulung von Führungskräften oder Vermittlung an Investoren.

 

 

Project Pitch

 

Beim Project Pitch („Wettbewerbspräsentation“) spricht man von der Präsentation des Geschäftsmodells vor Investoren. Das ist besonders für junge Unternehmen wie Startups wichtig, um auf dem Markt Fuß zu fassen. In der Regel handelt es sich um zeitlich begrenzte Präsentationen. Sie laufen entweder rein mündlich oder mit Hilfsmitteln ab.

 

Zum Beispiel spricht man vom Elevator („Aufzug“) Pitch, wenn dieser während einer kurzen Aufzugsfahrt geschieht. Beim regulären Startup Pitch hingegen sind auch Hilfsmittel zugelassen. Das kann vor einem einzigen oder mehreren Investoren geschehen. Bei Letzterem wird die eigene Geschäftsidee nacheinander so vielen Investoren wie möglich unterbreitet. Bei solchen Speed-Pitching-Sessions steigt die Chance, einen Investor für sein Geschäftsmodell zu gewinnen.

 

 

Scrum & Scrum Master

 

„Scrum“ ist Englisch und bedeutet „Gedränge“. Es handelt sich um ein spezielles Vorgehen im Projekt- und Produktmanagement. Scrum dient als Regelwerk für die Zusammenarbeit an einem Projekt.

 

Der Scrum Master leitet das Scrum Team. Er behebt Fehler, erstellt Regeln und sorgt für deren Einhaltung. Zum Beispiel sorgt er für ausreichende Kommunikation zwischen den Parteien, verteilt aber keine Arbeitsanweisungen. Er steht dem Team als Führungskraft unterstützend zur Seite.

 

 

Startup

 

Der Begriff ist von dem englischen „to start up“ hergeleitet. Das heißt so viel wie „gründen“. Hiermit ist ein erst kürzlich gegründetes Unternehmen gemeint. Speziell solche Unternehmen, die mit erfolgsversprechenden Innovationen überraschen. Es geht also vor allem um besondere Geschäftsideen mit Potenzial zum nächsten großen Erfolg, die gerade noch in der Anfangsphase stecken. Sobald ein Startup sein festes Geschäftsmodell gefunden hat, gilt es nicht mehr als Startup.

 

 

Time-to-Market

 

Hiermit ist die Zeit bis zur Produkteinführung gemeint. Die Time-to-Market („Zeit bis zum Vertrieb“) eines Produkts umfasst damit den Zeitraum von der Entwicklung bis zur Implementierung am Markt. Während dieser Zeit entstehen für das Unternehmen Kosten, es macht aber noch keinen Umsatz mit dem Produkt.

 

 

UX und UI

 

Hierbei handelt es sich um die Abkürzungen für zwei miteinander verbundene Begriffe. UX ist die Abkürzung für „User Experience“ (Nutzererfahrung). UI bedeutet „User Interface“, also Nutzeroberfläche. Zusammen definieren sie das UX/UI-Design.

 

Bei UX geht es darum, wie der Kunde das Produkt nutzt. Aber auch um die Interaktion des Kunden mit dem Anbieter und dessen Services. Zum Beispiel, wie ein Kunde sich auf einer Website bewegt. Ziel ist ein positives und angenehmes Nutzungserlebnis für den Kunden.

 

Wenn UX die inneren Abläufe des Produkts darstellt, ist UI dessen äußere Erscheinung. Die Nutzeroberfläche soll ästhetisch auf den Kunden wirken. Sie soll ihn begeistern und zum Interagieren anregen. Hier spielt die intuitive Bedienbarkeit durch visuelle Aspekte eine große Rolle.

 

 

Venture Capital

 

Übersetzt handelt es sich um das „Risiko- oder Wagniskapital“ eines Unternehmens. Es fließt durch Investoren in vielversprechende innovative Unternehmen (meist Startups). Der Begriff kommt daher, dass Investoren bei diesen Investitionen selten Sicherheiten haben.

 

Venture-Capital-Gesellschaften haben in der Regel einen Schwerpunkt. Sie investieren dann bevorzugt in neue Unternehmen derselben Sparte. Durch ihre Investition werden sie zu Mitgesellschaftern und erwerben Rechte im jeweiligen Unternehmen. Häufig sind sie in der Branche selbst versiert und bieten dem jungen Unternehmen damit wertvolle Unterstützung.

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